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auto-i-dat ag wird Gründungspartner von cardossier

Aus einem breit abgestützten Forschungsprojekt wird ein Non-Profit-Verein und auto-i-dat ag ist als Gründungsmitglied und Datenlieferantin mit dabei: cardossier will den Lebenszyklus jedes einzelnen Fahrzeugs digital abbilden und damit Sicherheit und Transparenz für alle Marktteilnehmer fördern.

 

Die Ambition ist gross: Die Plattform will sich – in einem ersten Schritt schweizweit – als Standard für den Datenaustausch und die Abwicklung unternehmensübergreifender Prozesse in der Autobranche etablieren. Mittels der Blockchain-Technologie sollen alle relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs nachvollziehbar und sicher abgelegt werden können. Auf dieser Basis können die Informationen von verschiedenen Nutzern angeboten und verwendet werden, beispielsweise Garagenbetriebe, Versicherungen, Importeure und auch Strassenverkehrsämter.

«Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine dezentralisierte Datenbuchhaltung, in der die jeweiligen Fahrzeugdaten unveränderbar und damit sicher gespeichert sind», erklärt Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer von auto-i-dat ag. Die Marktführerin für Fahrzeugdaten in der Schweiz hat selber seit mehreren Jahren an einem Projekt für eine lückenlose und transparente «Vehicle History» von der fertigen Montage bis hin zur Verschrottung gearbeitet. Dass dieses Projekt nicht realisiert werden konnte, lag primär daran, dass sich damals die relevanten Datenlieferanten nicht auf eine Plattform konnten. Mit den am Verein beteiligten Partnern AdNovum, Universität Zürich, Hochschule Luzern, den Amag, Axa, AutoScout24, Mobility sowie dem Strassenverkehrsamt Aargau und dem Leasingverband sei diese Voraussetzung nun aber gegeben, sagt Schinagl. Es werden demnächst noch weitere namhafte Firmen folgen.

Im Test: digitaler Fahrzeugausweis
Aus dem Forschungsprojekt wird nun ein Non-Profit-Verein. «Wir sind der Meinung, dass Daten nicht besitzt, aber von möglichst vielen Parteien genutzt werden sollen», erklärt Wolfgang Schinagl den Umstand, dass für einmal nicht versucht wird, Daten im Rahmen eines Geschäftsmodells zu monetarisieren. Allerdings ist im Rahmen des Konzepts vorgesehen, dass Daten- und Informationslieferanten ihrem Anteil entsprechend entschädigt werden. Es ist damit also nicht der Verein, der Geld verdient, sondern jene, die Daten liefern – und das auch nur entsprechend dem Nutzen, den diese Daten liefern. Für Schinagl ist das eine faire Ausgangslage. Und auch die Form des Vereins hält er für die richtige Lösung: Sie sei breit abgestützt und garantiere, dass keine Partikular-Interessen einer der beteiligten Firmen und Organisationen bestimmend sei.

Nach der Vereinsgründung steht nun die Weiterentwicklung der Plattform und der Community an. Der Verein wird ein «Test-Ökosystem» in Betrieb nehmen, auf dem die Mitglieder sogenannte «Use Cases» implementieren und testen können. Einer davon – und das wird relevant für das ganze Autogewerbe – könnte der digitale Fahrzeugausweis sein.

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«Grösstmögliche Transparenz und höchstmögliche Sicherheit»

Erste Gespräche wurden bereits im Sommer 2018 geführt. Seit Anfang März ist auto-i-dat ag offizieller Partner und Gründungsmitglied des Vereins cardossier. Wie profitiert die Firma – und was haben ihre Kunden davon?

 

Wolfgang Schinagl, was hat Sie dazu bewogen, sich an diesem Projekt als Partner und Gründungsmitglied zu beteiligen?
Wolfgang Schinagl: Es ist genau das Projekt, welches wir als einzelne Firma nicht umsetzen konnten und das jetzt in die Form eines Vereins überführt wird. Kommt dazu: Der «Proof of Concept» ist bereits erbracht. Dank der bereits grossen Abdeckung durch die Projektpartner ist die nötige Relevanz gegeben. Für uns war es schon fast eine Pflicht, als aktive, bestimmende Organisation Teil des Projektes zu sein. Wenn wir etwas machen, dann machen wir es richtig und bringen uns zu 100 Prozent ein.

Was trägt auto-i-dat zum Projekt bei?
Nebst Know-how zum Thema Fahrzeugdaten, Datenprozesse und Systeme werden wir auch viele Basis-Daten liefern können. Als Marktführerin und dank unserer Vernetzung und Präsenz am Markt können wir viele dynamische Fahrzeugdaten und Ereignisse während eines Fahrzeuglebens registrieren und in das cardossier liefern. Das ist insofern von hoher Relevanz, als dass im cardossier nur Daten gespeichert werden, die nach Datenschutzregeln genutzt und nur durch berechtigte Einzelabfragen abgerufen werden dürfen.

 

Wie profitieren die Kunden von auto-i-dat vom Projekt?
Einerseits können wir unseren Kunden und dem Markt als einer der Ersten Datendienste via cardossier anbieten. Mit sogenannten DApps, also dezentralisierten Apps, können wir und andere Teilnehmer via cardossier neue Dienste entwickeln. Unsere Kunden haben zudem die Gewissheit, dass die auto-i-dat ag sorgsam mit den Daten umgeht und für diesen Umgang auch neueste Technologien einsetzt, die dank der Blockchain-Technologie dem höchst möglichen Sicherheitsstandard überhaupt entsprechen.

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Werden auf die in der Blockchain gespeicherten Fahrzeugdaten nur Projektpartner beziehungsweise. Vereinsmitglieder Zugriff haben oder kann das auch jemand, der privat ein Fahrzeug kaufen und sich vorher über die Historie des Fahrzeugs informieren will?
Es sind unzählige Beispiele geplant. Zugang zu den cardossier-Daten haben sowohl Profis als auch private Autokäufer oder Verkäufer. Je nach Anwendung und Nutzen kann der Dienst kostenlos oder mittels einer angemessenen Gebühr versehen werden, das ist noch nicht bestimmt. Wichtig ist zum heutigen Zeitpunkt: cardossier soll sich als Standard für die lückenlose Geschichte eines jeden Fahrzeugs durchsetzen und damit für alle – Profis wie Private – eine grösstmögliche Transparenz und höchstmögliche Sicherheit garantieren können.

 

Wolfgang Schinagl
Geschäftsführer auto-i-dat ag