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Die Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen ist in der Schweiz vorhanden. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der auto-i-dat deutet auf eine Trendwende hin zu mehr E-Mobilität. Entscheidend für viele potenzielle Käuferinnen und Käufer bei elektrischen Occasionen bleibt der Zustand der Batterie.
Für die Studie wurden zwischen dem 15. und 23. April 2026 insgesamt 1’015 Einwohnerinnen ab 18 Jahren in der Schweiz befragt. Die Datenerhebung erfolgte von GFS Bern über das Online-Panel Polittrends.
Die wichtigsten Resultate in Kürze:
70 Prozent der Befragten würden am ehesten eine alternative Antriebsart wählen bei der nächsten Anschaffung, 35 Prozent bevorzugen ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug. Eingegrenzt auf diejenigen, welche in den nächsten 18 Monaten ein Fahrzeug kaufen wollen, ist dieser Anteil sogar noch höher: 73 Prozent würden am ehesten eine alternative Antriebsart wählen, und 48 Prozent rein batteriebetriebene Fahrzeuge. Auch gebrauchte Elektrofahrzeuge stossen auf Interesse: 41% der Befragten könnten sich eine E-Occasion als nächstes Auto vorstellen. Auffällig ist ausserdem der Zusammenhang zwischen den eigenen Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen und der Kaufbereitschaft für eine E-Occasion. Sobald die eigene Erfahrung mit Elektroautos zunimmt, steigt jedoch auch die Bereitschaft für eine E-Occasion deutlich an. Von den Antwortenden, die regelmässig ein E-Auto fahren, können sich 60% vorstellen, als nächstes eine E-Occasion anzuschaffen. «Die Resultate stimmen zuversichtlich hinsichtlich der Transformation der Branche zu einer emissionsfreien Zukunft», sagt Philipp Zimmermann, Geschäftsführer der auto-i-dat ag.
Als Hauptgründe für den Kauf von Elektrofahrzeugen wurden neben dem Umwelt- und Klimaschutz auch die tiefen Betriebskosten genannt (42% resp. 49% bei den Kaufwilligen). Bei Käufern, die Verbrennermotoren bevorzugen, steht neben der Reichweite und den Lade- bzw. Tankmöglichkeiten, v.a. der Anschaffungspreis (49%) im Vordergrund. Interessanterweise werden als häufigster Grund für den Kauf einer E-Occasion die tiefen Anschaffungskosten genannt. Insofern vereinen E-Occasionen tiefe Anschaffungs- und Betriebskosten.
Dies bei einem Angebot von E-Occasionen, das in den letzten Jahren stets attraktiver wurde. Die neueste Auswertung der Halterwechsel und Standtage von E-Occasionen durch auto-i-dat zeigt ausserdem, dass die Preise weiter nach unten angepasst wurden im Jahr 2026. Insofern gibt es ein zunehmend attraktives Angebot an E-Occasionsfahrzeugen, um nebst tiefen Betriebskosten auch tiefe Anschaffungskosten zu gewährleisten.
Die repräsentative Umfrage der GFS Bern zeigt auch, wo die potenziellen Käuferinnen und Käufer noch skeptisch sind. Zweifel am Zustand der Batterie sind mit Abstand das meistgenannte Argument gegen den Kauf einer E-Occasion (27%). Gar 60 Prozent der Antwortenden sagen, dass Befürchtungen zum Zustand der Batterie sehr wichtig sind beim Entscheid gegen E-Occasion als nächstes Fahrzeug. Dieser Wert ist bei den Kaufbereiten mit 71 Prozent noch höher.
Gleichzeitig zeigt sich: Verlässliche Informationen zum Batteriezustand und dessen Einfluss auf den Fahrzeugwert würden bei 69 Prozent der Bevölkerung die Bedenken reduzieren. Bei den Kaufbereiten ist der Anteil mit 70 Prozent sogar noch leicht höher. Transparenz über den Batteriezustand und den resultierenden Fahrzeugwert wäre damit ein zentraler Hebel zur Erhöhung der Kaufbereitschaft. «Die Studie zeigt deutlich, dass das Marktpotenzial für E-Occasionen vorhanden ist, was positiv ist für die Branche. Entscheidend ist nun, Vertrauen in den Zustand der Batterie und den Fahrzeugwert zu schaffen», sagt Philipp Zimmermann, Geschäftsführer der auto-i-dat ag.
Viele Garagen erstellen für E-Occasionen ein Batteriezertifikat, welches den Zustand der Batterie als State-of-Health (SoH) in Prozent der ursprünglichen Batteriekapazität ermittelt, beispielsweise mit Zertifikatsanbietern wie Aviloo oder Autometer. Bisher fehlt jedoch die Möglichkeit, diesen Zustand in eine Fahrzeugbewertung einfliessen zu lassen und dem Käufer transparent zu machen, als Grundlage für eine angemessene Bepreisung.
auto-i-dat, der führende Schweizer Anbieter von Fahrzeugdaten und -bewertungen, berücksichtigt deshalb neu in seiner Occasion-Fahrzeugbewertung in autoValue und in der identAPI den SoH-Wert des Fahrzeugs. Nachdem der Autohändler den Ist-SoH-Wert der Batterie des Fahrzeugs eingibt, wird dieser mit einem errechneten Soll-SoH-Wert bei der entsprechenden Laufleistung und Laufzeit des Fahrzeugs verglichen. Das Delta der zwei Werte wird in Form eines Zu- oder Abschlags des Fahrzeugwerts in Franken ausgewiesen.
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