Anmelden
Der Neuwagenhandel stockt, der Occasionsmarkt boomt. Nur bei elektrischen Occasionen herrscht noch immer Skepsis. Viele Käufer zögern, Händler kalkulieren vorsichtig. Die Unsicherheit betrifft insbesondere den Zustand der Batterie - des teuersten Teils des Fahrzeugs. Hier schafft die neue State-of-Health-korrigierte Bewertung von auto-i-dat mehr Transparenz und Sicherheit. Neu berücksichtigt autoValue ohen Aufpreis den State of Health für die Fahrzeugbewertung.
Mit autoValue bewerten Händler Fahrzeuge schnell und präzise. Neu verfügt die Applikation über eine zusätzliche Funktion: Die State-of-Health-Korrektur bezieht den tatsächlichen Batteriezustand direkt in die Bewertung von Elektro-Occasionsfahrzeugen ein. Dadurch lässt sich deren Wert deutlich genauer berechnen – sowohl von Personenwagen als auch von leichten Nutzfahrzeugen. «Für Händler bedeutet das, dass sie eine transparente Datengrundlage haben, um den Ankaufs- oder Verkaufspreis mit dem Kunden zu besprechen», sagt Philipp Zimmermann, Geschäftsführer der auto-i-dat.
Der Bewertungsprozess bleibt einfach. Der Fahrzeughalter bringt sein Auto zum Händler. Dieser scannt den Fahrzeugausweis und erfasst allfällige Mängel. Dieser Ablauf funktioniert bei Verbrennern und Elektrofahrzeugen gleich. Bei Elektroautos ergänzt der Händler neu zusätzlich den individuellen State-of-Health-Wert der Batterie des Fahrzeugs. Die Quelle der SoH-Ist-Werte spielt dabei keine Rolle. Sie können aus dem Fahrzeug ausgelesen werden oder von einem Zertifikat eines unabhängigen Prüfers stammen. Der Wert wird einfach in autoValue eingetragen. Gibt man nichts ein, bleibt der Soll-SoH vorausgefüllt stehen, und es resultiert weder ein Zu- noch ein Abschlag.
«Weil wir den Soll-SoH des Fahrzeugs nach einer bestimmten Laufzeit und Laufleistung kennen, können wir mit dem vom Garagisten eingetragenen Ist-Wert das Delta rechnen», erläutert Philipp Zimmermann. Ein überdurchschnittlich guter Zustand der Batterie erhöht den Fahrzeugwert. Eine unterdurchschnittliche Batterieleistung wirkt sich entsprechend wertmindernd aus. Die resultierende Berechnung stellt autoValue transparent dar. «Der Verkäufer und der Käufer sehen sofort, wie sich der Restwert des Fahrzeuges zusammensetzt. Das schafft Vertrauen», sagt Philipp Zimmermann.
Allerdings zeigt die Erfahrung, dass das Ablesen von SoH-Werten aus Fahrzeugen oft tiefere Werte wiedergibt, als wenn die Batterie mit einem Belastungstest ausgemessen wird. Dies, weil das Fahrzeug berechnete Soh-Schätzwerte des Batteriemanagementsystems (BMS) ausgibt. Sie basieren auf Modellen sowie auf Betriebsdaten wie Ladezyklen, Laufleistung und Nutzungsmustern und stellen keine direkte Messung der tatsächlich verfügbaren Batteriekapazität dar. In vielen Fällen fallen diese Werte eher konservativ aus und liegen etwas unter den Resultaten, die bei einer physikalischen Kapazitätsmessung der Batterie unter Last ermittelt werden. Aussagekräftiger sind deshalb Tests, bei denen die Batterie über einen definierten Fahr- oder Entladezyklus tatsächlich belastet wird. Solche Verfahren ermöglichen eine realitätsnähere Bestimmung der nutzbaren Kapazität und können in Form eines Batteriezertifikats dokumentiert werden. Reine Diagnose- oder Schnelltests liefern hingegen meist Prüfberichte, die stärker auf Fahrzeugdaten und statistischen Modellen basieren und daher häufig ähnliche Werte wie das Fahrzeug selbst ausweisen. Für eine fundierte Bewertung – etwa beim Gebrauchtwagenhandel – kann es daher sinnvoll sein, ein Zertifikat eines unabhängigen Anbieters wie Aviloo oder Autometer heranzuziehen, insbesondere wenn entsprechende Tests gegenwärtig vom AGVS subventioniert werden.
Mit der State-of-Health-Korrektur will auto-i-dat das Vertrauen in Elektro-Occasionen gezielt stärken. «Wir möchten die Branche dabei unterstützen, die vielen guten Elektro-Occasionen erfolgreich weiterzuverkaufen», erklärt Zimmermann. Noch immer begegnen viele Interessenten gebrauchten Elektroautos mit Zurückhaltung, insbesondere wegen des Batteriezustands. «Die Daten zeigen, dass Batterien in den meisten Fällen in einem deutlich besseren Zustand sind, als Käufer erwarten», so Zimmermann. Dank der transparenten Bewertungsmethode finden Käufer und Verkäufer schneller zueinander. Wer den tatsächlichen Wert eines Elektroautos kennt, trifft fundierte Entscheidungen und handelt Occasionen erfolgreicher.
Weitere News
10.04.2026
Die Renault-Gruppe hat 2024 den Entscheid bezüglich des zukünftigen Verkäuferarbeitsplatzes (VAP) ihrer Händler getroffen und einen bedeutenden Schritt in ihrer Digitalisierungsstrategie vollzogen: Der Hersteller migriert in der Schweiz auf die Plattform fmade und integriert die identAPI von auto-i-dat. Ein Projekt, das nicht nur die Effizienz im Händlernetz steigert, sondern auch die Grundlage für eine zukunftssichere Dateninfrastruktur legt.
10.04.2026
Andrej Rüegg, Geschäftsführer der Jungwagen von Rotz AG, kauft seit Jahren neben Verbrennern auch Elektrofahrzeuge an. Er spricht darüber, wie sein Unternehmen die Krise erlebt hat, wem er heute Elektroautos empfiehlt und weshalb er optimistisch in die Zukunft blickt.