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Unsere Daten-Experten haben die Zahlen des Occasionsmarktes des ersten Quartals 2026 und des gesamten Jahres 2025 mit Fokus auf batteriebetriebene Gebrauchtwagen ausgewertet. Dabei haben sie einerseits geprüft, welchen Anteil im Gebrauchtwagenmarkt Elektroautos einnehmen. Und andererseits haben sie berechnet, welche Marken sehr oft gehandelt wurden. Besonders verblüffend sind die Zahlen zum Alter der gehandelten Fahrzeuge.
Insgesamt haben 2025 702‘505 Personenwagen den Halter gewechselt. Davon waren 36‘636 mit einem batterieelektrischen Antrieb unterwegs. Das heisst, 5,22% aller PW-Occasionen waren letztes Jahr elektrisch. Im Vergleich zu den Neuzulassungen sind diese Zahlen noch sehr verhalten. Denn bei den Neuwagen wurden gesamthaft 2025 233‘737 eingelöst. Davon waren 53‘414 rein elektrisch betrieben. Dies entspricht einem Anteil von 22,85%. Oder anders gesagt: Mehr als ein Fünftel aller neu zugelassenen Personenwagen waren batterieelektrisch.
Im ersten Quartal 2026 zeigen sich die Zahlen sehr ähnlich. 176‘436 Personenwagen wurden als Occasion verkauft. Davon waren 10‘434 batterieelektrisch angetrieben. Dies entspricht einem Anteil von 5,91% der gesamten Halterwechsel im ersten Quartal 2026. Absoluter Spitzenreiter bei den Halterwechseln von batteriebetriebenen Gebrauchtwagen ist sowohl im 2025 als auch im 2026 Tesla. Gefolgt auf Platz 2 von Audi, Platz 3 VW, Platz 4 BMW, Platz 5 Renault, Platz 6 Volvo und Platz 7 Skoda. Dass Tesla das Feld anführt, ist nicht verwunderlich. Die Marke ist auch bei den Neuzulassungen von Elektroautos vorne dabei. Dazu kommt, dass Tesla bereits länger Elektroautos anbietet. Im ersten Quartal 2026 hat sich auf den ersten drei Plätzen nichts geändert. Platz 4 besetzt nun Skoda, Platz 5 BMW, Platz 6 Renault und Platz 7 Volvo. Die chinesischen Marken spielen, anders als bei den Neuwagen, bei den Gebrauchten noch eine untergeordnete Rolle.
Bei der Altersverteilung bei den Halterwechseln von Elektroautos fällt auf, dass im März 2026 und auch Anfang letzten Jahres der grösste Anteil der Occasionen jünger als ein Jahr ist. Die zweitgrösste Gruppe sind die 1- bis 2-Jährigen, wobei die Abrechnungsperiode also ein Jahr beträgt. Die 2- bis 4-jährigen Fahrzeuge haben zwar insgesamt einen leicht höheren Anteil, umfassen aber auch eine Abrechnungsperiode von zwei Jahren.
Diese bis 2-jährigen Occasionen stellen 42,1% im Jahr 2025 resp. 39,6% im ersten Quartal 2026 der Halterwechsel für elektrisch angetriebene Personenwagen in der Schweiz. «Hierbei dürften viele durch Tageszulassungen künstlich zu Occasionen ‚gemachte‘ Fahrzeuge gerade die Halterwechsel im ersten Altersjahr beflügeln. Zum Teil sind es auch Kurzleasings von Mietwagengesellschaften, die ihre Jungfahrzeuge wieder ausflotten,» meint René Mitteregger, Leiter Produktmanagement der auto-i-dat.
Die 2- bis 4-jährigen Occasionen stellen rund ein Viertel der Halterwechsel. Die 4- bis 6-jährigen ein weiteres Viertel. Dass deren Anteil im Verlauf von 2025 kontinuierlich zunahm, ist ein Indiz, dass die 4- bis 6-Jährigen seit Mitte 2025 abverkauft wurden.
Die Auswertung der Standzeiten des ersten Quartals bestätigt dieses Bild der Halterwechsel. Die Standzeiten der 1- bis 2-jährigen Fahrzeuge sind stabil geblieben und teilweise zurückgegangen, v.a. bei den weiter oben erwähnten Marken, hier auch bei den 2- bis 4-jährigen Modellen. Zurückgebildet haben sich aufgrund stark angepasster Preise auch die Standzeiten der 4- bis 6-Jährigen. Azren Rastoder, Leiter Automotive Data der auto-i-dat, sagt voraus, dass die preisliche Konsolidierung der E-Occasionen noch weiter geht: «Aufgrund der starken technologischen Entwicklung bei den neuesten Fahrzeugen drückt dies auf die Preise der 1- bis 2-jährigen Fahrzeuge, wo weiterhin grosse Abschreibungen gemacht werden, weshalb diese jetzt nochmals interessanter werden. Meine Vermutung ist, dass dieser Druck bis Ende Jahr anhalten wird. Dadurch geraten ihrerseits wiederum die 3- bis 4-jährigen Fahrzeuge unter Abschreibungsdruck, was auch in dieser Kategorie zu Abverkäufen führen dürfte. Das heisst, die Standtage dürften auch hier rückläufig bleiben und zu einer Dynamisierung beitragen.»
«Der Markt für EV-Occasionen steht an einem Wendepunkt», so Philipp Zimmermann, Geschäftsführer der auto-i-dat. Wichtig seien vertrauensbildende Massnahmen, getragen von allen Stakeholdern der Branche. Dann träfen die Elektro-Occasionen zunehmend auf eine Nachfrage, so Philipp Zimmermann: «Die Resultate unserer kürzlich veröffentlichten GFS-Studie zeigen eine hinreichend gute Nachfrage, wenn Bedenken zum Batteriezustand und dem resultierenden Fahrzeugwert ausgeräumt werden können. Der Beitrag von auto-i-dat, damit die Branche diese Hindernisse überwinden und die Talsohle der E-Occasionen durchschreiten kann, ist die Lancierung der SoH-korrigierten Bewertung, wobei in Kürze auch Schnittstellen zu Aviloo und zukünftig zu anderen Anbietern zur Verfügung stehen werden. Ein Update dazu folgt voraussichtlich im Juli-Newsletter.»
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