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Die digitale Schadenabwicklung in der Schweizer Carrosseriebranche wächst weiter. Über e-Service von auto-i-dat wurden 2025 so viele Schadenfälle gemeldet wie noch nie zuvor. Gleichzeitig zeigen die neuesten Auswertungen aber auch Veränderungen bei der Reparaturquote, Kostenstrukturen und Schadenarten.
Die elektronische Kommunikation zwischen Versicherungen und Reparaturbetrieben etabliert sich zunehmend als Branchenstandard. 2025 wurden insgesamt 419’895 Schadenfälle via e-Service übermittelt. Das ist ein neuer Höchstwert. Damit setzt sich das Wachstum der letzten Jahre fort. Bereits 2024 wurde die Marke von 400’000 Fällen überschritten.
Die Zahlen zeigen, wie viel häufiger e-Service in der Branche genutzt wird:
Die Zahlen machen deutlich, dass immer mehr Betriebe ihre Prozesse digitalisieren und damit effizienter arbeiten. Für viele Carrossiers ist e-Service ein zentrales Arbeitsinstrument im Alltag. Bei einigen Betrieben kommen sogar ein Grossteil der Aufträge direkt über die Plattform. Auffällig ist jedoch, dass der durchschnittliche Rechnungsbetrag leicht zurückging: von 2076 Franken im Jahr 2024 auf 2073 Franken im Jahr 2025. Dani Surer, Produktmanager bei auto-i-dat, erklärt: «Versicherungen prüfen Reparaturen aus wirtschaftlichen Gründen sehr sorgfältig, zunehmend auch mit Unterstützung von KI. Dabei achten sie noch stärker auf effiziente und kostenbewusste Instandsetzungen.»
Wie schon in den vergangenen Jahren verursachte die Sparte Kasko Elementar die höchsten durchschnittlichen Schadenkosten. Ein wichtiger Grund ist laut Dani Surer die veränderte Wetterlage: «Grössere Hagelkörner durch sogenannte Superzellen führen häufiger zu aufwendigen Reparaturen.» Seit 2022 sind die durchschnittlichen Kosten in dieser Sparte deutlich gestiegen. Neben den Wetterereignissen spielt auch die Entwicklung der Prozesse eine Rolle. «Mit der Pandemie hat das Vertrauen zwischen Versicherern und Reparaturbetrieben zugenommen, wodurch Hagelschäden vermehrt digital über den e-Service abgewickelt werden», erklärt Dani Surer. Zusätzlich steigen die Stundenansätze der spezialisierten Dellendrücker, was sich direkt auf die durchschnittlichen Schadenkosten auswirkt.
Erstmals hat auto-i-dat auch die Reparaturquote der in SilverDAT 3 kalkulierten Schadenfälle ausgewertet. Diese lag 2025 bei 32,2 % und ist damit erneut leicht gesunken (2024: 33,3 %, 2023: 33,8 %). Besonders stark gestiegen sind die Ersatzteilkosten (+8 %) sowie die Lackierungskosten (+2,7 %), während der Arbeitslohn leicht zurückging. Dani Surer erklärt: «Die sinkende Reparaturquote hinterlässt Spuren. Wenn mehr Teile ersetzt werden, steigen automatisch die Teilekosten, während der Anteil der Arbeitszeit sinkt.» Hinzu kommt, dass moderne Fahrzeuge immer mehr Sensoren und Assistenzsysteme enthalten. Bei einem Austausch müssen deshalb häufiger komplette Baugruppen ersetzt werden, was die Kosten zusätzlich erhöht.
Dani Surer warnt: «Ersetzen verursacht in den meisten Fällen höhere Kosten. Das mag für den Reparateur kurzfristig lukrativ sein, sorgt aber mittelfristig für höhere Prämien.» Und weiter: «Höhere Prämien sorgen für weniger Vollkasko-Versicherte und das wiederum zu deutlich weniger Aufträgen für Reparateure.» Deshalb ist es für den Einzelnen und für das Gewerbe wichtig, dass wieder mehr repariert wird. «Der Reparateur macht am meisten Gewinn, wenn er Arbeit verkaufen kann.» Aus diesem Grund lanciert auto-i-dat in den kommenden Monaten auch den Green Repair Tracker, mit dem ein Betrieb, der SilverDAT 3 nutzt, seine Reparaturquote selbst messen und ausweisen kann.
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