AGVS belohnt Batterietests

Der AGVS lanciert ein neues Projekt für seine Mitglieder mit dem Namen «State-Of-Health-Check». Ziel ist es, den Gesundheitszustand der Antriebsbatterien in Schweizer Autos systematisch zu erfassen. Und die gesammelten Zahlen sollen mittelfristig das Vertrauen in die Elektromobilität stärken.

«Unser Ziel ist es, Vertrauen in die Antriebsbatterie von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu fördern», sagt Markus Peter, Leiter Technik und Umwelt beim AGVS. Und weiter: «Wenn der Kunde nachvollziehen kann, wie gesund seine Batterie ist und wie sie sich über die Zeit entwickelt, schafft das Sicherheit.» Das Angebot ist für alle AGVS-Mitglieder zugänglich.

Finanzielle Entschädigung für Betriebe

Der Prozess funktioniert sehr benutzerfreundlich: Der Betrieb füllt die Angaben zum Fahrzeug und zum Betrieb aus. In einem zweiten Schritt wird abgefragt, welcher Batterietest verwendet und welcher State-Of-Health (SOH) dabei gemessen wurde. Und zuletzt erklärt die Garage, ob dem Kunden das Batteriezertifikat erklärt wurde oder nicht. Zusätzlich können freiwillige Angaben zum Ladeverhalten gemacht werden. Pro ausgefülltem Formular erhält der Betrieb eine finanzielle Entschädigung. Wer das Zertifikat der Kundin oder dem Kunden erklärt, erhält 15 Franken. Wird das Zertifikat ohne Erklärung abgegeben, beträgt die Entschädigung 5 Franken. «Uns ist wichtig, dass sich das Garagenpersonal Zeit für die Erklärung nimmt», betont Markus Peter, «nur wenn die Kundinnen und Kunden verstehen, was die Resultate bedeuten, entsteht tatsächlich Vertrauen in die Batterie.» Die Anzahl subventionierter SOH-Checks pro Betrieb ist abhängig von der Anzahl Mitarbeitenden. Die Mittel zur Unterstützung der Garagen stehen dank der Zusammenarbeit mit EnergieSchweiz zur Verfügung.

Mehr Vertrauen in Elektro-Occasionen

Langfristig soll der SOH-Check dazu beitragen, Batterietests als festen Bestandteil des Serviceprozesses zu etablieren. «Wenn regelmässig ein Batteriecheck durchgeführt wird, sieht der Kunde die Entwicklung über die Jahre», sagt Markus Peter, «das stärkt die Elektromobilität und das Vertrauen in unsere Garagenbetriebe.» Beispielsweise sind auch Batterietests im Rahmen des regelmässigen Services denkbar. Dies soll auch dazu führen, dass die vielen gut erhaltenen Elektro-Occasionen neue Halter finden.


Auch die auto-i-dat trägt ihren Teil zu mehr Vertrauen in E-Occasionen bei, beispielsweise mit der State-of-Health-Bewertung in autoValue.