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Der Neuwagenmarkt stockt seit Corona massiv. Rund 60'000 Autos weniger werden pro Jahr in der Schweiz neu verkauft. Oder anders gesagt: Seit der Pandemie fehlen rund 300'000 Neuwagen auf dem Schweizer Markt. Wir wagen einen Blick in die Zahlen.
In den rund fünf Jahren seit der Pandemie kaufen Herr und Frau Schweizer rund 60'000 Neuwagen weniger pro Jahr. Diese Differenz summiert sich langsam, aber sicher. «Mittlerweile fehlen dem Markt rund 300'000 Fahrzeuge, wenn man vom Vor-Corona-Niveau ausgeht», erklärt René Mitteregger, Leiter Produktmanagement bei auto-i-dat ag. Und weiter: «Dass sich der Neuwagenmarkt rasch erholt, ist unwahrscheinlich.» Wer die Zahlen hochrechnet, merkt schnell: In rund 3.5 Jahren könnten bereits eine halbe Million Neuwagen fehlen.
Während der Neuwagenverkauf stockt, wechseln die Occasionen munter die Halter. Allerdings fehlen auch dem Occasionsmarkt langfristig die Fahrzeuge. «Die fehlenden 300'000 Neuwagen, wären einige Jahre nach dem Kauf als jüngere Occasionen auf den Markt gekommen.» Oder anders gesagt: Wenn keine Neuwagen eingelöst werden, fehlt dem Occasionsmarkt mittelfristig der Nachschub. Das wiederum bedeutet, dass mit einem Preisanstieg zu rechnen ist. Ebenfalls betroffen sind Branchen, die eng mit Neuwagen verbunden sind, wie Leasingbanken oder Versicherungen. «Weniger Neuwagenverkäufe heisst auch, dass weniger Leasingverträge und weniger Vollkaskoversicherungen abgeschlossen werden», erklärt Mitteregger. Und auch die Carrosseriebetriebe leiden unter den fehlenden Vollkaskoversicherungen. «Die Vollkaskoschäden sind für viele Carrossiers ein zentraler Umsatztreiber. Wer die Reparaturkosten selbst trägt, sieht über kleine Schäden am Fahrzeug eher hinweg.»
Während viele Betriebe unter der Krise leiden, erleben andere florierende Zeiten. Werkstätten berichten aktuell von guten Auslastungen. Das lässt sich auch an den Zahlen erkennen. Der Fahrzeugbestand auf den Schweizer Strassen altert nämlich weiter. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter bereits bei 11 Jahren. Das bedeutet auch, dass Fahrzeuge eher instand gehalten werden. «Heute werden viele Autos mit Hilfe von Werkstätten nochmal für die MFK vorbereitet und auch teurere Teile wie Bremsen nochmals ersetzt», so Mitteregger. Besonders profitieren können Occasionshändler. Wer aktuell mit gut erhaltenen Occasionen handeln kann, trifft einen Nerv der Kundschaft. Trotzdem blickt Mitteregger mit Sorge in die Zukunft: «Jeder achte Arbeitsplatz in der Schweiz ist direkt oder indirekt von der Fahrzeugindustrie abhängig. Ein erheblicher Teil der Wertschöpfungskette geschieht bereits jetzt ausserhalb Europas, die Zahlen versprechen wenig Gutes für die Zukunft.» Indessen: Dort, wo sich Möglichkeiten bieten, arbeitet auto-i-dat an Lösungen, um das Vertrauen der Konsumenten in den Markt zu stärken. Mehr dazu im nächsten Newsletter.
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