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Wider Erwarten schwächelt der Absatz von Dieselfahrzeugen weiter, im Neuwagen- noch stärker als im Occasionsmarkt. Der einst gefeierte Antrieb befindet sich in einer nach unten drehenden Spirale: weniger Nachfrage führt zu einer eingeschränkten Modellpalette.

In ganz Europa werden seit dem «Diesel-Skandal» weniger Dieselfahrzeuge verkauft. Das ist leider Fakt. Ob die Verkaufseinbrüche ausschliesslich auf eine gesunkenen Nachfrage schliessen lassen, kann nicht gesichert belegt werden. Vielmehr könnte auch ein gesunkenes Angebot den Trend verstärken. Viele Hersteller haben seit der Dieseldebatte auf die konsequente Weiterentwicklung von Dieselmotoren verzichtet und sogar viele Antriebe aus dem Sortiment genommen. Dieses Vorgehen belastet natürlich den Diesel-Neuwagenverkauf.
Bei den Neuwagenverkäufen in der Schweiz zeigt sich folgendes Bild: Bei den Microwagen, wo der Diesel am wenigsten Sinn macht, sanken die Verkaufszahlen am dramatischten. Hier hat sich der Diesel-Neuwagen verkauf halbiert. Bei den Kleinwagen und der unteren Mittelklasse waren es rund 25 resp. 20%. Die obere Mittelklasse büsste hingegen nur gerade knapp 5% ein. Bei der Oberklasse waren es rund 16% und bei der Luxusklasse rund 11%. Es ist zu befürchten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Dies auch aus dem vorerwähnten Grund: Die Angebotspalette wird nicht breiter – im Gegenteil.
Bei den Occasionen konnte am Anfang der Dieseldiskussion eine Nachfrageverringerung festgestellt werden. Dies hatte eine Anpassung der Gebrauchtwagenpreise zur Folge. Dieser Trend hielt aber glücklicherweise nicht lange an, so dass sich die Occasionspreise auf einem leicht tieferen Niveau stabilisiert haben.
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