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cardossier: Datenmarkt über den Fahrzeug-Lebenszyklus

Jedes Fahrzeug hat seine Geschichte, die aber nicht in jedem Fall zurückverfolgt werden kann. Der Verein Cardossier will mit seinem Projekt mehr Nachvollziehbarkeit in den Autohandel bringen und der ganzen Branche die Möglichkeit eröffnen, ihre Daten zu monetarisieren und zu nutzen. Jeder Markteilnehmer kann seine Informationen über ein Fahrzeug ins cardossier stellen und auch Informationen (Daten) beziehen. Bedingung ist, wie auto-i-dat Vereinsmitglied zu sein.

 

 

Das Projekt hat das Potenzial, den Informationsfluss im Autohandel nachhaltig zu verändern – und doch ist es noch nicht überall bekannt: Dabei ist das Projekt ist gerade für Garagisten und ihre Kunden interessant, weil sie auf vielfältige Weise vom Projekt profitieren können. Cardossier schafft mehr Überblick im Fahrzeughandel, weil Herkunft, Geschichte und mögliche Probleme des Fahrzeugs von dessen Import über den ganzen Lebenszyklus, verlässlich und mit allen Details nachvollzogen werden können – zum Beispiel mögliche Exporte und Re-Importe sowie allfällig «reparierte» Totalschäden wie auch der simple, korrekte Kilometerstand.

Cardossier ist ein strategisches Projekt und befindet sich jetzt im Aufbau. Alle Branchenvertreter sind im Verein Cardossier vertreten und können zukünftig über diese Plattform ihre Prozesse digitalisieren und optimieren und ihre Daten monetarisieren. Jeder Vertreter bringt sich ein und bietet seine Daten eigenständig zum Verkauf an. Gemeinsam entwickeln wir, wie aus Daten wertvolle Informationen werden.

 

Dezentrale Datenbuchhaltung
«Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine dezentralisierte Datenbuchhaltung, in der die jeweiligen Fahrzeugdaten in der Blockchain unveränderbar und damit sicher abgespeichert sind», sagt Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer der auto-i-dat ag. Die Firma gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins.

Franziska Füglistaler, CEO von Cardossier, vergleicht das Projekt mit einer (digitalen) Allmend wie bei einer Alp, die von einer Bauerngemeinschaft gemeinsam betrieben wird: «Die Alp, also Cardossier, macht selber keinen Gewinn, aber die Kühe und der Käse, die den einzelnen Bauern gehören.» Im Cardossier entsprechen die Kühe und der Käse den Daten, die für Umsatz und Kosteneinsparungen bei den Mitgliedern sorgen. Wer Daten zum Verkauf anbietet, die anderen von Nutzen und damit etwas wert sind, wird daran verdienen.

Die Plattform cardossier.ch wird Ende des ersten Quartals 2020 mit erster Funktionalität Live gehen.