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Vom Verkäuferarbeitsplatz hängt zu viel ab für Experimente

Es sind wenige Arbeitsinstrumente für den Garagisten und Händler wichtiger als der Verkäuferarbeitsplatz. Zu viel hängt davon ab – unter anderem auch die zentrale Frage, wie stark ein System den Händlern Zeit für ihre Kernaufgabe gibt: die Beratung der Kunden und den Verkauf von Fahrzeugen und Dienstleistungen. Viele Systeme gelangen mit der Zeit an ihre Grenzen. Es ist Zeit, neu zu denken.

Entscheidend für die Arbeit am Verkäuferarbeitsplatz sind drei Aspekte: erstens die Integration von Prozessen wie Fahrzeugbewertung, Neuwagen- und Leasingofferten, Verträge und Forecastberechnungen, zweitens die Anzahl zuverlässiger Schnittstellen zu bestehenden Dealer Management Systemen und drittens eine vertrauenswürdige Datenbasis an sich. Die Komplexität steigt im Einklang mit den Anforderungen sowohl seitens der Nutzer als auch seitens der Importeure. Im Vordergrund der Entwickler von Verkäuferarbeitsplätzen steht, die Händler administrativ so stark wie möglich zu entlasten, damit sie sich grösstmöglich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können: die Kunden zu beraten – und Autos zu verkaufen. Um das zu gewährleisten müssen zwei grundsätzliche Voraussetzungen gegeben sein: Die Entwickler müssen die Arbeitsabläufe im Garagen- bzw. im Handelsbetrieb bis ins Detail kennen. Und sie müssen sich bei jeder Funktionalität die Frage stellen, verkürzt das den Prozess bzw. wird das Personal maximal entlastet? Seitens der Entwickler ist hier ein konsequentes Denken aus Sicht des Kunden gefordert.

Eine weitere Herausforderung liegt in der Technologie selbst. Verkäuferarbeitsplätze sind keine neue Erfindung, sie existieren seit Jahrzehnten und wurden auf derselben Basis laufend weiterentwickelt. Das ist vergleichbar mit einem Haus, an dem ständig etwas um- oder angebaut wird, das aber irgendwann den veränderten Anforderungen der Bewohner nicht mehr genügt oder an dem Erweiterungen aufgrund der Statik nur noch sehr umständlich oder gar nicht mehr möglich sind. Den Händler braucht das nicht zu interessieren: Er bezahlt für ein System, an das er laufend neue Anforderungen stellt bzw. stellen können muss. Und das zurecht. Und es muss reibungslos funktionieren – zu viel hängt für ihn davon ab.

Dieser Bedeutung können sich Entwickler gar nicht gross genug bewusst sein. Sie tragen hier eine sehr grosse Verantwortung. Viele von ihnen schwanken denn auch zwischen dem Bewusstsein, dass eine kontinuierliche Weiterentwicklung auf bisheriger Basis irgendwann – eher früher als später – die Stabilität und damit die Qualität negativ tangiert. Und dass es eigentlich konsequent wäre, das Ganze von Grund auf neu anzugehen. Vielen fehlt hier der Mut dazu. Kommt dazu: Ein solcher Schritt ist auch auf Seiten von Importeuren und Händlern mit Umständen verbunden.

Auto-i-dat und die bme ag haben sich entschlossen, dieses für den Garagisten so zentrale Thema mit dem «VAP ONLINE» komplett neu anzugehen. Im Unterschied zu allen anderen Produkten basiert der «VAP ONLINE» auf der aktuellsten Technologie. Er wird vollständig in der Schweiz entwickelt, ist zu 100 Prozent webbasiert, intuitiv zu bedienen und responsive, also mobilefähig. «Alles, was heute wichtig ist und morgen verlangt wird, ist im ‘VAP ONLINE’ umgesetzt», sagt auto-i-dat-Geschäftsführer Wolfgang Schinagl. Und bme-Inhaber und Geschäftsführer Walter Rageth, selbst Garagist, ergänzt: «Die Zusammenarbeit, die gemeinsame Entwicklung und die Kombination des komplett neu entwickelten Verkäuferarbeitsplatzes und dem Wissen und den Daten von auto-i-dat ist einzigartig und ein Meilenstein für Garagisten und Händler.»

Es ist ein radikaler Schritt, den die beiden Unternehmen machen. Jetzt wird der Markt entscheiden, ob er diesen Mut honoriert. Erste Reaktionen lassen aber darauf schliessen.