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Porsche-Händler gewinnen an Boden

Unseren Spezialisten steht eine sehr grosse Menge an Daten aus dem Schweizer Fahrzeugmarkt zur Verfügung. Wir werten dieses Material laufend und aktuell aus, um unseren Kunden relevante Informationen und Hinweise zu geben, um Entwicklungen möglichst frühzeitig zu antizipieren. In diesem Rahmen stossen sie auch auf bemerkenswerte Entwicklungen bei einzelnen Marken – bei Porsche zum Beispiel.

 

 

Neben BMW Alpina ist Porsche der einzige Hersteller, der bei den Neuzulassungen kumuliert und trotz Corona-Krise Ende Mai mit 8.8% noch im Plus liegt. Das liegt aber nicht daran, dass Porsche in den grössten Krisenmonaten Monaten April und Mai stark zugelegt hat, sondern weil der Neuwagenverkauf im Januar mit +132 Prozent, im Februar gar mit +258.2 Prozent und im März mit +22 Prozent einfach aussergewöhnlich gut war. Im April war der Corona-Einfluss mit -60.5 Prozent und im Mai mit -5.6 Prozent dann doch spürbar – wenn im Vergleich zu anderen Marken in seinen negativen Auswirkungen immer noch sehr «mild».

Spitzenreiter sind bei den Modellverteilungen keine auszumachen – und Porsches werden in aller Regel mehrheitlich auf Private zugelassen; der Anteil an Firmenzulassungen per Ende Mai 2020 lag aber immerhin bei beachtlichen 46 Prozent.

Wo die meisten neuen Porsches eingelöst werden? Sie tippen auf Zug? Fast richtig – aber trotzdem falsch. Es ist der Kanton Zürich mit 253 neuen Porsches. Zug folgt dann aber gleich auf Platz 2 mit 142 Stück. An dritter, vierter und fünfter Stelle folgen bemerkenswerterweise die am stärksten von Covid 19 heimgesuchten Kantone Tessin (124), Waadt (104) und Genf (103). Die wenigsten neuen Porsches werden in den Kantonen Schaffhausen, und Jura (je 4), Obwalden und Glarus (je 3) sowie Uri (1) zugelassen.

Bemerkenswert, aber bei der aktuell intensiven Kampagne für Porsche-Occasionen («Einen Porsche gibt man nicht weg. Man gibt ihn weiter.») nicht ganz überraschend: Bei den Halterwechseln liegt Porsche ebenfalls weit vorne, nach Lamborghini und Tesla auf Platz 3 mit nur -0.56 Prozent Rückgang gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahrs (Lamborghini +10.48%, Tesla +8.31%). Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 4079 Porsches gehandelt. 2019 waren es mit 4104 trotz Corona-Krise nur wenige mehr. Interessant auch: 2020 wurden in den ersten fünf Monaten insgesamt 2845 Porsche Occasionen von Händlern verkauft (2019: 2722) und 1234 (2019: 1382) von privaten Besitzern. Das Verhältnis hat sich zugunsten der Händler deutlich verschoben.

Und der Vollständigkeit halber: Spitzenreiter bei den Modellen ist – nach wie vor – der 911, sowohl bei den Neu- als auch bei den Gebrauchtfahrzeugen. Wobei Cayenne und Macan, die beiden SUV’s der Marke, aufholen (Cayenne: 546 Handel, 252 Privat und Macan 449 Handel, 182 Privat).